Die Anfänge

Die Geschichte der DJK Kelberg

 

1924 – Die Gründung

Im Jahre 1924 schloss sich eine Gruppe Jugendlicher in Kelberg zu einem Turn- und Sportverein zusammen, der sich dem Deutschen Turnerbund angliederte. Außer Turnen wurden in der Leichtathletik die Sportarten Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Diskuswurf sowie die Laufdisziplinen betrieben. Die Führung hatten die Vorturner Lehrer Toni Esper und Max von Kran. Die Wegstrecken zu einzelnen Veranstaltungen mussten die Sportler mit Fahrrädern zurücklegen.

1933-1945 Der Nationalsozialismus

Von der DJK Kelberg wurden Vergleichsspiele mit vielen sport-treibenden Gemeinden des damaligen Kreises Adenau mit wechselhaftem Erfolg ausgetragen. Durch den Nationalsozialismus wurde ab 1933 die sportliche Betätigung der DJK Kelberg zunächst stark behindert und dann gänzlich verboten.

Ende der 40er bis 1956

Fußballzwischenspiel – Der FC Kelberg

Das unter den vorbeschriebenen Nachkriegslebensumständen jede sportliche Betätigung zunächst außerhalb des Denkens und Handelns lag, ist verständlich. Dennoch kam Ende der 40er Jahre eine Fußballbegeisterung auf.

Die Währungsreform von 1948 schaffte die Grundlage des wirtschaftlichen Aufstiegs in Westdeutschland („Wirtschaftswunder“). Der Anstoß zur Wiederaufnahme des Fußballspiels ging von dem damaligen Revierförster Walter Bell aus, der den FC Kelberg ins Leben rief. Er war ein exzellenter Fußballer. In der Gemeinde war er beliebt durch sein offenes, humorvolles Wesen und bekannt durch seine Organisten- und Dirigententätigkeit des Kirchenchores (1948 bis 1950) und Dirigent des Quartettvereins (1950 bis 1965).

So ging es ans Werk – besser gesagt ans Eigenwerk. Die Spieler bauten auf dem Gelände der Gemeindeviehwiese auf dem Frohnfeld einen Sportplatz: 2 Tore (ohne Netze), ein Rasenplatz – Grasplatz mit allen notdürftig ausgebesserten Wellungen. Fußballschuhe, Sportdress usw. mussten von den Spielern selbst angeschafft werden; für die damalige Zeit war das mit großen persönlichen und finanziellen Opfern verbunden. Für Auswärtsspiele wurde von den Spielern ein Kelberger Lastwagen „Holzvergaser“ angemietet und gemeinsam bezahlt. Selbst bei mancher Niederlage war es eine frohe, fußballbegeisterte, kameradschaftlich verbundene Mannschaft.

Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, so z.B. die festgelegte Uhrzeit der Spiele sonntags um 14:30 Uhr. Diese kollidierte mit der sonntäglichen Christenlehre oder Andacht. Der damalige Pfarrer beurteilte negativ und skeptisch die Gründung des FC Kelberg:

„Wie überall hat sich auch in Kelberg ein Sportverein gebildet, dem man noch abwartend gegenüberstehen kann mit allen guten Wünschen, da diese Einrichtungen im allgemeinen der Jugendseelsorge nicht förderlich sind. Die Leitung durch Walter Bell (Dirigent des Kirchenchores) gibt gewisse Garantien.“ (Pfarrchronik BD.1, 1949)

– Einlauf der DJK Kelberg in den 50er Jahren –

1948 -1956 – Die Nachkriegsjahre

Nach Kriegsende( Mai 1945) galt es zunächst die stark durch Bomben geschädigte Gemeinde Kelberg wieder aufzubauen. Um die zeitlich späte Wiedergründung der DJK im Jahre 1957 (12 Jahre nach Kriegsende) und das Fußballzwischenspiel in Kelberg – FC Kelberg – vom Ende der 40er Jahre bis 1956 zu verstehen, muss man die besonders schwierige Nachkriegssituation der Gemeinde Kelberg und ihrer Bürger noch einmal ins Gedächtnis rufen.

In dieser Zeit hatte die Gemeinde Kelberg und ihre Bürger und Bürgerinnen dringendste Lebens- und Überlebensprobleme zu lösen. Es galt, die durch Bombenangriffe und Kampfhandlungen zu fast 80% zerstörte und beschädigte Gemeinde Kelberg wieder aufzubauen. Besonders der Ortskern wurde vollständig zerstört.

Die Fußballbegeisterung erreichte dennoch, wie überall in Deutschland so auch in Kelberg ihren ersten Höhepunkt durch den erstmaligen Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 in der Schweiz („Das Wunder von Bern“).

– Sportplatzeinweihung 1957 –

1957Wiedergründung der DJK Kelberg

Das Fußballzwischenspiel des FC Kelberg war eine tragende Grundlage den Fußballgedanken in Kelberg aktiv zu halten und führte dann 1957 zur Wiedergründung der DJK.

Der Wunsch der fußballbegeisterten Jugend von Kelberg ging durch die Wiedergründung der DJK in Erfüllung. Neuer Präses wurde Dechant Winandy, erster Vorsitzender Gend.-Meister Karl Köllen.

Anschließend galt es zunächst einen zeitgerechten Sportplatz herzurichten. Hierfür stellte die Gemeinde Kelberg einen Teil der Waldfläche an der Köttelbacher Straße zur Verfügung (heutiges Gelände der Fa. Haubrich). Die Räumungs- und Ausbauarbeiten wurden zügig durchgeführt. Am Pfingstsonntag konnte Dechant Winandy den neuen Platz einsegnen und anschließend den Fußball zum ersten Spiel frei geben.

Leider sind Chronikaufzeichnungen von der Wiedergründung der DJK von 1957 – 1963 nicht mehr auffindbar. Wir freuen uns, die Berichtslücken durch untenstehende Gruppenaufnahme von 1962 überbrücken zu können.

– Mitgliederehrung in den 50er Jahren –

1958 – B-Klasse Kreis Mayen

Ab 1958 nahmen Seniorenmannschaften der DJK an Punktspielen der B-Klasse des Kreises Mayen mit wechselndem Erfolg teil.

– Mannschaft der DJK 1959 –

– Die Mitglieder der DJK 1962 –

 

Im Herbst 1963 übernahm Oberstudiendirektor Hermann Molitor den Vorsitz. Im Sommer 1964 wurde er in geheimer Wahl zum Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig wurde ein neuer Vorstand gebildet, dem u.a. angehörten: Peter Kasper, Ferdinand Schmitt, Hubert Marx und Gisela Schmitt.

1969 – 2. Herrenmannschaft

Auch eine zweite Herrenmanschaft wurde für den Wettkampf gemeldet, die die Saison 1969/1970 mit dem Staffelsieg abschließen konnte.

Updated: 29. Oktober 2015 — 17:32
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